Stark fürs Miteinander – soziales Kompetenztraining 1b/1c
Am Montagvormittag, 18.05.2026, erreichte uns die Nachricht, dass Florian Punke kurzfristig Kapazitäten frei hätte, um spontan am darauffolgenden Tag zwei unserer drei ersten Klassen für sein Programm Soziales Kompetenztraining aufzunehmen. Er ist Geschäftspartner von unserem bisherigen Anbieter und auch sonst kein fremdes Gesicht an unserer Schule. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir das Angebot annehmen konnten und alle für die spontanen, organisatorischen Änderungen im Schulalltag an einem Strang gezogen haben.
Stark fürs Miteinander: Soziales Kompetenztraining begeistert unsere Erstklässler
Manchmal braucht es nur einen Anruf, damit etwas Gutes doch noch möglich wird.
Eigentlich ist das Soziale Kompetenztraining ein fester Bestandteil unseres Schulprofils und damit ein wichtiger Baustein unserer pädagogischen Arbeit. Umso größer war die Enttäuschung, als sich abzeichnete, dass dieses wichtige Angebot für unsere ersten Klassen in diesem Schuljahr aufgrund des Ausfalls eines bisherigen Anbieters nicht stattfinden könnte.
Doch dann ging alles ganz schnell: Am Montagvormittag erreichte uns die Nachricht, dass Florian Punke kurzfristig Kapazitäten frei habe und spontan zwei unserer drei ersten Klassen in sein Programm aufnehmen könne. Für unsere Schule war sofort klar: Diese Gelegenheit wollen wir nutzen. Innerhalb weniger Stunden wurden Stundenpläne umgestellt, Vertretungen organisiert und Abläufe neu sortiert, damit die Kinder der Klassen 1a und 1c bereits am Dienstagvormittag an diesem besonderen Training teilnehmen konnten.
Und dieser Einsatz hat sich gelohnt.
Schon beim Betreten des Klassenraums war zu spüren: Heute geht es um etwas, das für Kinder mindestens genauso wichtig ist wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Es ging um den Umgang miteinander. Um Fragen, die Kinder in ihrem Alltag ständig beschäftigen: Was ist fair? Wann fühlt sich etwas falsch an? Wie merke ich, wenn jemand meine Grenze überschreitet? Und woran erkenne ich, dass ich vielleicht selbst jemandem zu nahe komme?
Florian Punke verstand es vom ersten Moment an, die Kinder mitzunehmen. Mit viel Ruhe, klarer Sprache und einem feinen Gespür für die Gedanken der Erstklässler führte er durch einen Vormittag, an dem nicht stilles Zuhören gefragt war, sondern Mitdenken, Mitmachen und Ausprobieren.
Spielerisch lernten die Kinder, achtsam mit sich selbst und mit anderen umzugehen. Sie beschäftigten sich damit, was sie selbst mögen und was nicht. Sie überlegten, welche Wünsche und Grenzen andere Kinder haben könnten. Schnell wurde deutlich: Nicht jeder empfindet Situationen gleich. Was für den einen lustig ist, kann für den anderen unangenehm sein.
Genau hier setzt das Training an.
Kinder brauchen Orientierung. Sie brauchen klare Regeln, verständliche Absprachen und Erwachsene, die ihnen Haltung vermitteln. Zu wissen, dass Regeln nicht einfach „da sind“, sondern dem Schutz aller dienen, ist ein wichtiger Lernprozess. Ebenso wichtig ist das Bewusstsein dafür, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen.
Im Mittelpunkt stand deshalb immer wieder die Frage: Wie können wir gut zusammenleben?
Respekt, Anerkennung und Akzeptanz waren keine abstrakten Begriffe, sondern wurden für die Kinder konkret erlebbar. In Übungen und Gesprächen erfuhren sie, wie gutes Miteinander funktioniert — aber auch, dass es in Ordnung ist, Abstand zu halten, wenn etwas nicht passt oder sich nicht gut anfühlt.
Das Ziel war dabei ebenso einfach wie bedeutsam: herauszufinden, was jeder Einzelne braucht, um mit anderen glücklich und sicher zusammen zu sein.
Dass Lernen auf diese Weise nachhaltig sein kann, zeigte sich schnell. Es wurde viel gelacht, aufmerksam zugehört, mutig gesprochen und ehrlich nachgedacht. Die strahlenden Gesichter am Ende des Vormittags machten deutlich, wie viel die Kinder aus diesen Stunden mitgenommen haben.
Das Soziale Kompetenztraining ist und bleibt ein wichtiger Anker unserer schulischen Arbeit. Denn Schule ist mehr als Wissensvermittlung. Schule ist auch der Ort, an dem Kinder lernen, Teil einer Gemeinschaft zu sein.